Zähne vor Karies schützen

Karies ist eine der am meisten gefürchteten Zahnerkrankungen. Trotz modernster Techniken ist eine Kariesbehandlung für viele Patienten unangenehm und geht zudem mit Schmerzen einher. Heute handelt es sich bei Karies weltweit um die am häufigsten auftretende Krankheit. Allein in Deutschland wird der Anteil der Betroffenen auf 98 Prozent geschätzt und das obwohl unsere Zähne meist gesund zur Welt kommen. Erst im Laufe der Zeit erkranken viele Erwachsene, aber auch schon Kinder an Karies. Hierfür gibt es vor allem zwei Gründe: die mangelnde Pflege und ungesunde Essgewohnheiten. Zu viel Zucker ist eine erhebliche Gefahr für die eigenen Zähne.

Tipp 1: Die richtige Zahnbürste als optimale Vorsorge gegen Karies
Philips Sonicare UltraschallzahnbürstenBei jedem Mensch ist das Risiko Karies zu bekommen unterschiedlich. Auch die erbliche Veranlagung ist ein Grund. Doch wer sich nicht regelmäßig die Zähne putzt, wird früher oder später mit Karies rechnen können.

Doch wer die Technik des richtigen Zähneputzens nicht korrekt beherrscht, wird auch so früher oder später mit den Zähnen oder dem Zahnfleisch Probleme bekommen. Zwar lernt man schon als Kind im Kindergarten oder der Schule die richtige Putztechnik, doch trotzdem werden immer wieder Fehler gemacht. So kommt es mit der Zeit entweder zu Karies oder Problemen mit dem Zahnfleisch. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Zahnverlust kommen.

Daher empfehlen wir eine Ultraschallzahnbürste, welche einen optimal bei der regelmäßigen Zahnhygiene unterstützen kann.

Lange hielt sich die Annahme, dass Karies vererbt werden kann, wacker. Mittlerweile konnten Wissenschaftler das Gegenteil beweisen. In umfassenden Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass es in unserem Erbgut kein einziges Gen gibt, welches für Karies verantwortlich ist. Trotzdem tragen unsere Erbfaktoren zumindest in Teilen dazu bei, dass wir an Karies erkranken. Gemeinsam können mehrere Erbfaktoren nämlich das Kariesrisiko sowie die Anfälligkeit für die Erkrankung deutlich steigen lassen.

Die verschiedenen Stadien der Karies

Wie andere Zahnerkrankungen verläuft auch Karies in mehreren Stadien und mit verschiedenem Ausmaß. Zudem gibt es verschiedene Kariesarten wie die Initialkaries. Sie gehört zu den Arten, die sich meist sehr gut heilen lässt. Zu erkennen ist sie an einem weißen Kreidefleck, der auf dem Zahn zu sehen ist. Neben der Fluoridierung sorgen eine intensive Mundhygiene und die genaue Beobachtung durch den Zahnarzt für einen vielversprechenden Heilungsverlauf. Erst wenn die Karies vorangeschritten ist, zeigt sie sich mit gelb-bräunlicher Farben. Die Karies entwickelt sich in Richtung Zahnbein.

Von außen ist die Karies oft nur in Form eines kleinen Lochs zu erkennen. Dieses Loch kann sich von außen nach innen stark ausbreiten und dann im Zahninneren eine beachtliche Größe annehmen.

Karies - Loch im Zahn

Karies kann auch die allgemeine Gesundheit negativ beeinflussen

Erreicht die Karies schließlich die Pulpa, das sogenannte Zahnmark, verursacht sie Schmerzen. Hier kann sie aber auch eine starke Entzündung auslösen. Die Wirkungen der Karies beschränken sich bei einem schweren Krankheitsverlauf nicht nur auf die Zähne. Über Entzündungen können immer mehr Bakterien in den Blutkreislauf gelangen. Dort können sie dann auch Schäden in anderen Organen verursachen.

Reparaturmechanismen im Mund

Unser Mund ist auf die Belastungen, die wir durch unsere Nahrung in den Mund und damit an die Zähne befördern, vorbereitet. Dabei spielen hier drei Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Speichel
  • Speichelmenge
  • Calcium

Speichel ist dazu in der Lage, aus dem Calcium neuen Zahnschmelz zu machen. Hierfür muss jedoch zwischen Säureangriffen gegenüber unseren Zähnen genügend Zeit sein. Wichtig ist zudem, dass am Zahn nicht zu viel Plaque ist, denn dadurch kann Calcium nicht richtig aufgenommen werden.

Als Faustregel gilt: Kauen Sie feste Lebensmittel langsam und sorgfältig. Sobald gekaut wird, werden Ablagerungen von den Zähnen durch mechanischen Abrief gelöst. Darüber hinaus regt das Kauen die Speichelproduktion an. Speichel und Kauen sorgen für eine Reinigung der Zähne.

Trinken Sie während der Mahlzeiten, denn dadurch spülen Sie einen Teil der Essenreste direkt aus dem Mund.

Tipp 2: Kaugummis ohne Zucker als Vorsorge gegen Karies
Kaugummi kauen ohne Zucker hilft gegen KariesNach dem Essen ist nicht immer die Möglichkeit gegeben, die Zähne ausreichend von Zucker, Säure- und Essensresten zu befreien. In diesem Fall sind Kaugummis ohne Zucker – auch Zahngummis genannt – eine gute Lösung.

Geheimnis der Zahngummis ist die mechanische Reinigung, wodurch die Mundhöhle schnell gesäubert wird. In Zahngummis ist außerdem meist Xylit enthalten. Es sorgt dafür, dass die Plaquebakterien nicht so schnell wachsen und sich ausbreiten. Eckpfeiler der Kariesprophylaxe ist und bleibt allerdings die Mundhygiene.

Auch wenn nach dem Essen Zahngummis gekaut werden, kann nicht voll und ganz aufs Zähneputzen verzichtet werden.

Vorbeugung ist besser als Nachsorge

In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Maßnahmen zur Kariesvorbeugung zusammengefasst. Sie alle können das Erkrankungsrisiko mindern. Wichtig ist, dass Plaque, also der sogenannte Zahnbelag, regelmäßig und auch sehr gründlich von den Zähnen entfernt wird. Plaque stellt nicht nur für die Zähne, sondern auch für das Zahnfleisch eine erhebliche Gefahr dar. Besonders beliebt bei Kariesbakterien sind Essensreste, die zwischen und hinter den Zähnen zu finden sind. Hier können sich sowohl Karies als auch Zahnfleischentzündungen bilden.

Mundhygiene
  • regelmäßige und sorgsame Zahnpflege
  • zweimal täglich Zähne putzen
  • Plaquereste vollständig entfernen
  • Zahnseide für Zwischenräume verwenden
  • Ultraschallzahnbürste kann einen bei der korrekten Zahnpflege unterstützen
Zahnarztkontrolle
  • halbjährliche Kontrolle durch den Zahnarzt
  • frühes Erkennen von Karies und anderenGebissschäden
Prophylaxe mit Fluor
  • Fluorid verbessert Härtegrad und Widerstandskraft der Zähne
  • in Gelen, Mundwasser und Zahnpasten enthalten
  • Fluoridbehandlung beim Zahnarzt
Lebensmittel für die Zähne
  • Verzicht auf zu viel Obst, Gemüse und Getreide
  • Zucker und Süßspeisen reduzieren
  • keine zuckerhaltigen
  • Zwischenmahlzeiten

Tipp 3: Verwenden Sie möglichst täglich Zahnseide
Zahnseide wird von vielen Zahnärzten empfohlenNicht ohne Grund wird die Verwendung von Zahnseide von vielen Zahnärzten als Ergänzung zum täglichen Zähneputzen empfohlen.

Auch wenn man eine gute Zahnbürste verwendet, so sollte man trotzdem auch zur Zahnseide greifen. Denn Essenreste und Zahnbeläge verbergen sich meist zwischen den Zähnen. Mit der Zahnbürste erreicht man diese Zwischenräume leider nicht so gut. Insofern kann nur die regelmäßige Verwendung von Zahnseide dabei helfen auch die Zwischenräume gründlich zu reinigen.

Wer regelmäßig Zahnseide verwendet, reduziert sein Karies-Risiko erheblich.

Doch auch die richtige Anwendung von Zahnseide sollte man sich vom Zahnarzt zeigen lassen.

Regeneration des Zahnschmelzes

Die Bedeutung des Zahnschmelzes wird gern unterschätzt und das obwohl es sich bei ihm um einen sehr wichtigen Bestandteil handelt. Unser Zahnschmelz schützt die Zähne zum einen vor Säure und sorgt zum anderen dafür, dass sie unempfindlich gegenüber Kälte sind. Ist der Zahnschmelz erst einmal ruiniert, sind die Zähne meist schmerzempfindlich, was sich in folgenden Situationen zeigt:

  • beim Essen
  • beim Zähneputzen
  • beim Atmen durch den geöffneten Mund

Um zerstörten Zahnschmelz wieder aufzubauen, verschreiben die meiste Zahnärzte zunächst eine spezielle Zahncreme, die eine aufbauende Wirkung hat. Auf dem Markt haben sich hierfür verschiedene Präparate etabliert.

Weiterhin sollte in der Ernährung großen Wert auf zahlreiche Milchprodukte sowie kalziumhaltige Nahrungsmittel gelegt werden. Auch dies trägt zum Aufbau teil. Nach dem Verzehr von säurehaltigen Getränken und Lebensmitteln sollten wenigstens 30 Minuten vergehen, bevor die Zähne geputzt werden. Sonst besteht die Gefahr, den Zahnschmelz langfristig zu schädigen.

Wird der Zahnschmelz als Schutzhülle zerstört, haben die Kariesbakterien bei dem Zahn eine enorme Angriffsfläche und können innerhalb kürzester Zeit zu erheblichen Schäden führen. In den letzten Jahren wurde intensiv an künstlichem Zahnschmelz gearbeitet. Ziel einiger Forscher ist es damit insbesondere den Gang zum Zahnarzt zu ersetzen. Dieser künstliche Zahnschmelz könnte in Zukunft in Karieslöchern eingesetzt werden, um den Zähnen wieder eine Oberfläche zu beschaffen, die widerstandsfähig und intakt ist. Bei innovativen Ansätzen muss der Zahnschmelz nicht zwingend im Reagenzglas herangezüchtet werden. Die Bildung des neuen Zahnschmelzes ist auch direkt auf dem Zahn möglich. Hierfür wird auf ein Gel gesetzt, in dem sich Fluorid und Phosphationen befinden. Nach dem Auftragen dieses Gels auf den Zahn, muss jeden Tag mehrmals mit einer Kalziumlösung gespült werden.

Die Gelschicht ist dazu in der Lage, die Kalziumionen aufzunehmen und diese schließlich an die Zahnoberfläche weiterzuleiten. An der Oberfläche beginnt schließlich ein Material zu kristallisieren, das an Zahnschmelz erinnert. Der Fluorid-Anteil ist hier aber wesentlich höher als bei natürlichem Zahnschmelz.